Genre: Drama

Wintertochter

Abenteuerdrama, D 2011

 

Gefühl: * * *

Anspruch: * * *

Verständnis: * * * * *

Melancholie: * *

Spannung: * * *

Humor: * * *

Fiction: Keine

Reale Story: Nein

Happy End: Ja

Trigger: Heimatvertriebene (2. Weltkrieg)

Gesamtbewertung: * * * *

Handlung:

Schöne Bescherung: Die zwölfjährige Katharina fällt aus allen Wolken, als sie am Weihnachtsabend erfährt, dass ihr richtiger Vater der russische Matrose Alexei ist. Wutentbrannt verlässt sie ihre Eltern und bricht mit der 75-jährigen Nachbarin Lene ins nahe polnische Stettin auf, mit im Gepäck ihren besten Freund, den etwas jüngeren Knäcke, der sich als blinder Passagier eingeschlichen hat. Weil Alexeis Schiff bereits Richtung Danzig abgelegt hat, entwickelt sich eine wahre Odyssee - auch für die heimatvertriebene Lene, die ihre Vergangenheit wiederentdeckt.

Darsteller:

Nina Monka, Leon Seidel, Ursula Werner, Dominik Nowak, Merab Ninidze


Genre: Drama

Friedliche Zeiten

Drama/Komödie, D 2008

 

Gefühl: * * * *

Anspruch: * * * *

Verständnis: * * * * *

Melancholie: * *

Spannung: * * *

Humor: * * * *

Fiction: Keine

Reale Story: Nein

Happy End: Ja

Trigger: Scheidung

Gesamtbewertung: * * * * *

Handlung:

Nach ihrer Flucht aus der DDR 1961 sollten für Familie Striesow eigentlich friedliche Zeiten anbrechen. Doch Mama Irene traut dem westlichen Wohlstand nicht, erwartet täglich den dritten Weltkrieg und den Einmarsch der Russen und besteht mit penetranter Konsequenz darauf, die Sicherheitskette vor die Tür zu hängen. Kein Wunder, dass ihr abenteuerlustiger Mann sich eingesperrt fühlt – und so bricht der Krieg schließlich im eigenen Wohnzimmer aus. Als die Lage unerträglich wird, entwickeln die Kinder Ute, Wasa und Flori einen folgenschweren Plan, um die Beziehungsprobleme ihrer Eltern ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen …

Darsteller:

Katharina Marie Schubert, Oliver Stokowski, Nina Monka, Leonie Brill, Tamino Wecker


Genre: Drama

Blau ist eine warme Farbe

Liebesdrama, F 2013

  

Gefühl: * * * * *

Anspruch: * * * *

Verständnis: * * * * *

Melancholie: * * *

Spannung: * * * *

Humor: *

Fiction: Keine

Reale Story: Nein

Happy End: Nein

Trigger: Beziehungsende

Gesamtbewertung: * * * * *

Handlung:

Mädchen gehen mit Jungs aus - das stellt die 15-jährige Adèle zunächst nicht in Frage. Doch das ändert sich schlagartig, als sie Emma trifft. Die Künstlerin mit den blauen Haaren lässt sie ungeahnte Sehnsüchte entdecken, bringt sie dazu sich selbst zu finden, als Frau und als Erwachsene.

Darsteller:

Léa Seydoux: Emma, Adèle Exarchopoulos: Adèle, Salim Kechiouche: Samir


Genre: Drama

Das Mädchen Wadjda

Drama, VAE 2012

 

Gefühl: * * *

Anspruch: * * *

Verständnis: * * * * *

Melancholie: *

Spannung: * * *

Humor: *

Fiction: Keine

Reale Story: Nein

Happy End: Ja

Trigger:

Gesamtbewertung: * * * *

Handlung:

Wajda wächst in einer Vorstadt von Riad auf. Sie träumt davon, sich mit dem Nachbarjungen ein Wettrennen auf eigenem Fahrrad zu liefern. Zum einen fehlt das Geld, zum anderen dürfen Mädchen nicht in der Öffentlichkeit Rad fahren. Aber die Elfjährige gibt nicht auf. Mit Geschäften an ihrer Schule verdient sie ein wenig Geld und meldet sich sogar für den Koran-Rezitationswettbewerb an, wo eine hohe Preissumme lockt. Sie gewinnt, doch ihre Ankündigung bei der Prämierung, sich ein Rad kaufen zu wollen, stößt auf Entsetzen.

Darsteller: Reem Abdullah: Mutter von Wadjda, Waad Mohammed: Wadjda


Genre: Drama

Wie ein einziger Tag

Romantikdrama, USA 2004

  

 

 

Gefühl: * * * *

Anspruch: * * *

Verständnis: * * * *

Melancholie: * * * * *

Spannung: * * * *

Humor: *

Fiction: Keine

Reale Story: Nein

Happy End:

Trigger:

Gesamtbewertung: * * * * *

Handlung:

Ein 84-jähriger Mann betritt ein Pflegeheim und liest dort einer alten Frau, die Alzheimer hat, aus einem Buch vor:

Die junge Allie lernt Noah, einen Landjungen aus ärmeren Verhältnissen, während eines Sommerurlaubs in Seabrook (South Carolina) kennen. Sie selbst ist ein reiches, wohlerzogenes Mädchen aus der Stadt. Diesen Umständen zum Trotz verlieben sie sich ineinander. Beide merken bald, dass ihre Liebe etwas ganz Besonderes ist und genießen so unbeschwerte und aufregende Tage auf dem Land. Allies Eltern, vor allem ihre Mutter, allerdings sind der Beziehung gegenüber sehr argwöhnisch. Mit der Zeit müssen sie jedoch zu ihrem Ärger feststellen, dass es für ihre Tochter mehr als nur eine kleine Sommerliebschaft ist. So beschließen sie, sofort abzureisen. Noah schreibt Allie ein Jahr lang täglich romantische Briefe, die jedoch von Allies Mutter zurückgehalten werden und so nie bei ihr ankommen.

Nach diesem Jahr kämpft Noah für die Vereinigten Staaten im Zweiten Weltkrieg. Sein Freund Finn stirbt dabei. Nach dem Kriegsende kehrte er nach Seabrook zurück und baut das Haus, das er Allie damals versprochen hatte, so auf, wie er es ihr gesagt hatte. Noch immer liebt er sie, er kann und will sie trotz anderer Beziehungen nicht vergessen. Er baut sein Traumhaus fertig. Kurze Zeit darauf stirbt Noahs Vater Frank. Er schläft nun häufiger zusammen mit der Kriegerwitwe Martha, die er allerdings nicht liebt und die ihn Allie nicht vergessen macht.

In dieser Zeit lernt Allie den ebenfalls reichen Anwalt Lon Hammond aus einer angesehenen Familie kennen und verlobt sich später mit ihm. Doch trotz aller Versprechungen und des Reichtums wird sie nie richtig glücklich. Auch sie musste oft an Noah und an ihren gemeinsamen Sommer denken, trotzdem versucht sie, ihre Erinnerungen zu verdrängen. Als sie aber eines Tages in der Zeitung einen Artikel von Noah vor seinem Haus, das er verkaufen möchte, sieht, weiß sie, dass sie ihn besuchen muss. Die innere Sehnsucht treibt sie zurück nach Seabrook. Ihrem Verlobten erklärt Allie, sie müsse einige Dinge regeln und brauche Zeit zum Nachdenken. Er lässt sie zwar gehen, ahnt aber nichts Gutes.

Dort angekommen trifft sie auf Noah und bemüht sich um ein oberflächliches Gespräch und erklärt ihm, sie wolle nur mit ihrer Vergangenheit abschließen. Doch aus dem Gespräch wird mehr, denn bei ihm fühlt sich Allie wieder wohl und frei. Nach mehreren romantischen Ereignissen entscheidet sie sich kurzfristig, ihren Aufenthalt zu verlängern und bleibt statt in ihrem Hotel bei Noah. Die beiden lernen sich wieder lieben und Allie entscheidet sich nach langem Hin und Her für ihre einzig wahre Liebe, für Noah.

Nun wird klar, wer der 84-jährige Mann und die Alzheimer-Patientin waren: Die in einem Altenheim wohnende Allie leidet an Alzheimer und kann sich weder an ihre Vergangenheit noch an ihre Familie erinnern. Ihr Ehemann Noah will seine Frau nicht aufgeben und versucht verzweifelt, ihre Erinnerungen zurückzugewinnen – jedoch vergeblich. Er liest ihr jeden Tag ihre gemeinsame Liebesgeschichte vor, die sie auf Allies Wunsch, kurz nachdem bei ihr Alzheimer diagnostiziert wurde, aufgeschrieben haben. Allie ist gerührt, weiß jedoch nicht, dass sie beide Noah und Allie sind.

Während nun Allie diese Geschichte von Noah vorgelesen bekommt, kehren zum Schluss hin allmählich ihre Erinnerungen zurück und sie merkt, dass sie das Mädchen aus dem Buch ist. Aber die vollkommene Erinnerung bleibt nur flüchtig, denn die Krankheit schlägt abermals durch.

Es schmerzt Noah sehr, wenn die Krankheit nach einigen kurzen klaren Momenten immer wieder auftaucht. So ist es auch an diesem Abend. Sie sieht ihn plötzlich als Fremden an, scheucht ihn unter panischem Geschrei aus ihrem Zimmer und kann nur durch die herbeieilenden Pfleger beruhigt werden. Noah erleidet in der gleichen Nacht einen Herzinfarkt. Nachdem er sich wieder erholt hat, besucht er Allie in ihrem Zimmer im Heim, denn es ist ihr 50. Hochzeitstag. Er setzt sich zu ihr aufs Bett und streicht ihr übers Haar. Sie erwacht und schaut ihn lange an. Er beugt sich tief über sie und küsst sie. Zu seinem Erstaunen erwidert sie den Kuss und sagt seinen Namen. Sie kann sich erinnern. Das lang ersehnte Wunder scheint endlich geschehen.

Noah legt sich neben sie und sie schlafen Hand in Hand ein. Am nächsten Morgen kommt eine Schwester ins Zimmer, die den Tod der beiden feststellt.

Darsteller:

Ryan Gosling: junger Noah Calhoun

Rachel McAdams: junge Allie Hamilton

James Garner: alter Noah Calhoun

Gena Rowlands: alte Allie Calhoun


Genre: Drama

Die Summe meiner einzelnen Teile

Drama, D 2011

   Achtung: Trailer enthält Spoiler! (bei min. 01:30)

 

 

Gefühl: * * * * *

Anspruch: * * * * *

Verständnis: * * *

Melancholie: * * * *

Spannung: * * * *

Humor: -

Fiction: Teilweise

Reale Story: Nein

Happy End: Nein

Trigger: Psychose, Schizophrenie

Gesamtbewertung: * * * * *

Handlung:

Nach einem sechsmonatigen Aufenthalt in der Psychiatrie verliert Martin seine Stelle, holt seine Sachen von der Exfreundin ab und isoliert sich. Er fühlt sich verfolgt und es fällt ihm immer schwerer, die Wirklichkeit mit seinen Zahlen zu bändigen. Jenseits der Zahlenkolonnen, am Rande der Stadt trifft er auf einen geheimnisvollen Jungen namens Viktor, der nur russisch spricht. Gemeinsam flüchten sie in den Wald. Fern von den Zwängen des Alltags beginnen sie ein neues Leben, bauen eine Hütte, werden Freunde. Sie streifen durch den Wald, über Wiesen und an Seeufer, erleben die in Millionen Farben glitzernde Wildnis. Doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis man Martin auch dort finden wird.

Nachdem ihn ein Förster entdeckt hat und seine Hütte zerstören lässt, wird Martin verhaftet, kann aber vor seiner erneuten Einweisung in die Psychiatrie fliehen. Auf der Flucht entwendet er die Dienstwaffe eines Polizisten und erpresst damit Geld bei einem wohlhabenden Mann, der ihn Monate zuvor angefahren und Unfallflucht begangen hatte. Mit dem Geld will er gemeinsam mit seinem Freund Viktor und einer jungen Frau, die er kennengelernt hat, nach Portugal in eine Hippie-Kommune fahren. Schon auf dem Weg dorthin holt ihn die Wirklichkeit ein letztes Mal ein.

Regie: Hans Weingartner

Darsteller:

  • Peter Schneider: Martin Blunt
  • Henrike von Kuick: Lena
  • Timur Massold: Viktor
  • Andreas Leupold: Martins Vater
  • Julia Jentsch: Petra

Genre: Drama

Into the Wild

Drama, USA 2007

 

 

 

Gefühl: * * * * *

Anspruch: * * * * *

Verständnis: * * * *

Melancholie: * * * *

Spannung: * * * *

Humor: *

Fiction: Keine

Reale Story: Ja

Happy End: Nein

Trigger:

Gesamtbewertung: * * * * *

Handlung:

Christopher McCandless ist ein 22-jähriger Student aus wohlhabender Familie aus einem reichen Vorort von Washington, D.C., der nach dem Abschluss seines Geschichts- und Anthropologiestudiums an der Emory University in Atlanta im Sommer 1990 eine zweijährige Reise durch die USA wegen Problemen in und mit seiner Familie beginnt, die ihn schließlich in die Wildnis Alaskas führt. Nachdem er sich von materiellem Besitz losgesagt und seine Ersparnisse in Höhe von 24.000 US-Dollar der Hilfsorganisation Oxfam gespendet hat, macht er sich anfangs in seinem Nissan Sunny und später zu Fuß mit einem Rucksack unter dem Pseudonym „Alexander Supertramp“ auf die Reise nach Fairbanks nahe dem nördlichen Polarkreis, um sich den Herausforderungen eines einfachen Lebens fernab der Zivilisation zu stellen.

Auf seiner Reise durch mehrere Bundesstaaten jobbt Chris in South Dakota für den bodenständigen Farmer Wayne in einem Getreidesilo. Wayne rät ihm, nicht nach Norden, sondern nach Süden zu reisen. Chris paddelt mit einem Kajak den Colorado River hinunter bis nach Mexiko. Nachdem er auf einem Güterzug wieder zurück in die USA gereist ist, arbeitet er in der Nähe von Las Vegas in einer Filiale eines Fastfood-Restaurants. Er trifft auf das Hippiepärchen Jan und Rainey und begegnet zuletzt dem alten Armee-Veteranen Ron Franz. Meistens lebt er als Obdachloser, fährt als Hobo illegal mit Güterzügen und trampt durch den Westen der Vereinigten Staaten.

Im April 1992 erreicht Chris letztendlich sein Ziel und bricht, ausgestattet mit einem Kleinkalibergewehr, von Fairbanks in die Wildnis nördlich des vergletscherten Denali in den Denali-Nationalpark auf, wo er die Wintermonate in einem verlassenen alten Linienbus 142 der „Fairbanks City Transit System“ verbringt. Die einsetzende Schneeschmelze schneidet seinen Rückweg über den nahegelegenen Teklanika River ab, da dessen Wasserspiegel und Strömungsgeschwindigkeit stark angestiegen ist, so dass er ohne Kenntnis alternativer Routen zum Ausharren in seinem „Magic Bus“ gezwungen ist. Durch Nahrungsmittelknappheit und geschwächt vom Verzehr der giftigen Schoten der Hedysarum mackenzii, die er mit der essbaren „wild potato“ Hedysarum alpinum verwechselt, verliert er rapide an Körpergewicht und stirbt in dem Bus (Original-Standplatz des Busses: 63° 52′ 6,5″ N, 149° 46′ 9,7″ W). Durch Texthinweise erfährt der Zuschauer, dass der Leichnam Christophers Ende August 1992 von Elchjägern auf ihrem Weg entlang des ehemaligen Stampede Trails gefunden wurde. Dabei wird ein Foto von ihm eingeblendet, wahrscheinlich eine Selbstaufnahme, welche man in Chris’ Kamera unentwickelt vorfand.

 

Länge: 148 min

Regie: Sean Penn

Darsteller:

  • Emile Hirsch: Christopher McCandless
  • Vince Vaughn: Wayne Westerberg
  • Marcia Gay Harden: Billie McCandless
  • William Hurt: Walt McCandless
  • Jena Malone: Carine McCandless

Genre: Drama

In meinem Himmel

Drama, USA 2009

  

 

 

Gefühl: * * * * *

Anspruch: * * * * *

Verständnis: * * * *

Melancholie: * * * * *

Spannung: * * * * *

Humor: *

Fiction: Ja

Reale Story: Nein

Happy End: Jein

Trigger: Kindermord, vermisste Kinder

Gesamtbewertung: * * * * *

Handlung:

In meinem Himmel (2009)

Die 14-jährige Susie Salmon wohnt mit ihren Eltern Jack und Abigail, ihrer Schwester Lindsey und ihrem Bruder Buckley in den 1970er Jahren in Norristown. Eines Tages verschluckt sich ihr Bruder im Garten und droht zu ersticken. Susie fährt ihn sofort mit dem Auto zum Krankenhaus. Ihrem Bruder ist nichts Großes passiert, und er erholt sich wieder schnell. Ihre Oma Lynn sagt ihr, dass in der buddhistischen Religion jemand, der ein Leben gerettet hat, selber ein langes und frohes Leben haben wird. Nach der Schule steckt ihr Ray, ein Junge, den sie sehr mag, einen Notizzettel zu. Auf dem Heimweg, der quer über ein Maisfeld führt, bläst ein Windstoß den Zettel fort, und er landet direkt vor den Füßen ihres Nachbarn George Harvey. Dieser versucht erfolglos, den Zettel zu fangen, und lockt Susie daraufhin unter einem Vorwand in einen unterirdischen Bunker. Susie bekommt Angst und möchte den Bunker verlassen, aber Harvey lässt sie nicht. Sie versucht über eine Leiter zu flüchten. Als er sie an den Beinen fassen will, schlägt sie ihm mit dem Ellbogen ins Gesicht und rennt davon.

Währenddessen beginnen Susies Eltern nach ihr zu suchen. Susie rennt nach Hause. Auf dem Weg läuft sie an Ruth vorbei, die auch den Zettel von Ray findet. Zu Hause findet Susie das Haus leer vor. Sie hört ihre Mutter reden und geht ins obere Stockwerk. Dort findet sie jedoch Harvey in der Badewanne. Überall sieht sie nur mit Erde verschmutzte Kleidung und Blut, am Waschbecken hängt ihr Armband. Ihr wird bewusst, dass Harvey sie getötet hat.

Die Polizei entdeckt Susies Mütze halb vergraben auf dem Feld. Bei der Untersuchung des zum Einsturz gebrachten Bunkers wird sehr viel Blut gefunden und die Tatsache, dass Susie ermordet wurde, bestätigt sich. Ihre Leiche wird jedoch nicht gefunden. Detective Fenerman befragt die Nachbarn, und auch Susies Vater Jack beginnt auf eigene Faust Ermittlungen anzustellen. Harvey wird ebenfalls von der Polizei befragt, ein Verdachtsmoment gegen Harvey gibt es jedoch nicht. Ihr Bruder Buckley meint indes, Susie in der Zwischenwelt zu sehen, und auch ihr Vater glaubt, ihre Anwesenheit zu spüren.

In der Zwischenwelt trifft Susie auf ein Mädchen, das sich Holly Golightly nennt. Sie werden Freunde, und Holly lädt Susie ein, mit ihr zu kommen. Diese möchte jedoch bei ihrer Familie bleiben. Holly sagt Susie, dass sie aufhören müsse, ihre Familie zu beobachten, aber Susie kann sich nicht losreißen.

Jack Salmon hört nicht auf, nach einem Täter zu suchen und beschuldigt scheinbar wahllos Personen, die er für verdächtig hält. Seine Frau treibt er damit an den Rande des Wahnsinns, da sie dadurch ständig an den Tod ihrer Tochter erinnert wird. Als sie dem Druck nicht mehr standhalten kann, versucht sie vor ihren Gefühlen zu fliehen, indem sie ihre Familie verlässt und eine Arbeit auf einer weit entfernten Obstplantage annimmt. Von dort aus schreibt sie jedoch regelmäßig ihrer Tochter Lindsey.

Inzwischen wächst in Harvey wieder die „Leere“, die ihn dazu bringt, sich nach einem neuen Opfer umzusehen. Er hat sich Lindsey ausgesucht, da diese ihm schon seit Längerem misstraut. Lindsey fühlt sich zu Recht beobachtet, hat jedoch nichts Konkretes in der Hand. Harvey beginnt, die Tat zu planen, und baut ein Jagdversteck aus Holz. Jack hilft ihm dabei aus einem Gefühl heraus und erkennt aufgrund einer Nachricht von Susie, dass es tatsächlich Harvey war, der Susie umgebracht hat.

Kurz darauf folgt Jack Salmon, mit einem Baseballschläger bewaffnet, Harvey nachts in ein Maisfeld. Dort stolpert Jack über Susies Freundin Clarissa und deren Freund Brian. Brian glaubt, dass Jack sie verfolgt hatte und verprügelt ihn, so dass er schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden muss.

Susie, die ihren Vater beobachtet hatte, ist schockiert. Sie erkennt, dass es ihr Wille ist, der ihren Vater dazu drängt, den Mörder zu suchen, und der ihre Familie davon abhält, sie loszulassen. In ihrem Himmel durchschreitet sie eine Tür, vor der sie sich stets gefürchtet hatte. Dahinter erfährt sie, dass es noch andere Opfer gibt, die alle von Harvey getötet wurden, und dass auch Holly zu ihnen gehört. Sie sieht, dass Harvey ihren eigenen Körper in einem Safe in seinem Keller versteckt hat.

Jack Salmon und seine Tochter Lindsey sind sich mittlerweile einig in ihrer Vermutung, dass Harvey Susie umgebracht hat. Auf der Suche nach Beweisen bricht Lindsey in Harveys Haus ein. Unter einem losen Dielenbrett im Fußboden des Schlafzimmers findet sie ein Notizbuch. Darin entdeckt Lindsey Haare von Susie, Zeichnungen und eine Beschreibung des Bunkers und der Tat selbst. In diesem Moment kommt Harvey jedoch zurück nach Hause. Er erwischt Lindsey in seinem Haus, und ihr gelingt gerade noch die Flucht durch ein Fenster. Sie rennt mit dem Notizbuch unter dem Arm nach Hause. Dort trifft sie auf ihre Mutter, die endlich zurückgekehrt ist. Lindsey gibt das Notizbuch ihrer Großmutter, die die Polizei verständigt. Harvey bereitet inzwischen seine Flucht vor und fährt mit dem Safe zu einem Schlundloch, welches als Müllhalde verwendet wird.

Ruth beobachtet Harvey, wie er den Safe, in dem sich Susies Leiche befindet, zum Schlundloch schleppt. Im Fenster sieht sie auf einmal Susie, die in ihren Körper fährt, und wird bewusstlos. Ray eilt Ruth zu Hilfe und erkennt, dass es Susie ist. Ray und Susie küssen sich. Danach kehrt Susie zurück in ihren Himmel. Harvey entsorgt derweil den Safe ungehindert im Loch, welches kurz darauf mit Erde zugeschüttet wird.

Einige Zeit später, im Winter, beobachtet Susie, wie Harvey eine junge Frau vor einem Restaurant anspricht und versucht, sie in sein Auto zu locken. Die Frau weist ihn jedoch entschieden zurück. Ein großer Eiszapfen fällt herab und trifft Harvey an der Schulter. Er stolpert, stürzt rückwärts über eine Klippe und stirbt.

Susie sieht, dass Lindsey und ihr Freund Samuel heiraten und ein Kind erwarten. Sie sieht, dass ihre Mutter wieder ihr Zimmer betreten kann und dass ihre Familie die Trauer langsam überwindet. Der Film endet damit, dass Susie allen ein langes und glückliches Leben wünscht.

 

Länge: 135 min

Regie: Peter Jackson

Darsteller:

  • Saoirse Ronan: Susie Salmon (Evelyn Lennon: Susie als Kind)
  • Mark Wahlberg: Jack Salmon
  • Rachel Weisz: Abigail Salmon
  • Stanley Tucci: George Harvey
  • Susan Sarandon: Grandma Lynn
  • Jake Abel: Brian Nelson
  • Rose McIver: Lindsey Salmon
  • Nikki SooHoo: Holly
  • Reece Ritchie: Ray Singh
  • Amanda Michalka: Clarissa

Genre: Drama

Astronaut Farmer

Drama, USA 2006

  

 

 

Gefühl: * * * *

Anspruch: * * * *

Verständnis: * * * * *

Melancholie: * * *

Spannung: * * * *

Humor: * *

Fiction: Keine

Reale Story: Nein

Happy End: Ja

Trigger:

Gesamtbewertung: * * * * *

 

Handlung:

Der Film erzählt die Geschichte eines Farmers, der davon träumt in den Weltraum zu fliegen; daher baut er in seiner Scheune eine Rakete. Seine Nachbarn sehen in ihm einen Spinner, die Regierung hält ihn für eine Gefahr und für die Presse ist er ein gefundenes Fressen. Handlung Ein Mann im Raumanzug reitet über eine wüstenähnliche Landschaft. Es ist Charles Farmer (Billy Bob Thornton). Er hat eine Leidenschaft, mit der er seine ganze Familie angesteckt hat: er will in den Weltraum fliegen. Zuhause backt seine Frau Audrey (Virginia Madsen) für die Töchter Stanley (Jasper Polish) und Sunshine (Logan Polish) Pancakes in Planetenform, sein 15jähriger Sohn Shepard (Max Thieriot) errechnet Umlaufbahnen, am Essenstisch wird statt eines Tischgebets aufgezählt, was jeder in den Weltraum mitnehmen will. Charles Farmer war in jungen Jahren angehender Astronaut, brach aber nach dem Selbstmord seines Vaters die Ausbildung ab und versuchte, die elterliche Farm zu retten. In seiner Scheune hat er aus Raketenschrott eine Rakete gebaut, die ihn eines Tages ins All schießen soll. In seiner texanischen Kleinstadt gilt Farmer als Spinner, jeder kennt sein Vorhaben, aber keiner nimmt ihn ernst. Als er erneut einen Kredit bei seiner Bank beantragt, um die gewaltige Menge Treibstoff bezahlen zu können, teilt ihm sein Freund und Bankberater mit, dass er pleite ist und seine Farm verlieren könnte. Zusätzlich schickt er ihn zur psychiatrischen Begutachtung zur Gemeindeschwester Beth Goode (Julie White), die sein Verhalten als wahnhaft deutet. Kurz vor der Erfüllung seines Traumes droht Charles Farmer das Aus. Er nimmt sich einen Anwalt (Tim Blake Nelson) und treibt sein Vorhaben noch entschlossener voran. Die Außenwelt wird auf Farmers Vorhaben aufmerksamSeine Bestellung von 10.000 Litern Raketentreibstoff alarmiert die Sicherheitsbehörden. Das FBI schickt ihm die Agenten Mathis (Mark Polish) und Killbourne (Jon Gries) auf den Hals, die in der Folgezeit ständig beschatten. Auch die CIA und die Weltraumbehörde werden auf ihn aufmerksam und versuchen sein Vorhaben zu verhindern.Farmers Anwalt informiert die Presse, die mit großem Interesse auf den verrückten Astronaut Farmer anspringt. Kamerateams und Reporter lagern vor seinem Anwesen und machen ihn und seine Familie landesweit bekannt. Farmer versucht seinen Bekanntheitsgrad zu nutzen, um an Geld zu kommen. Er will den Geschäftsleuten seines Ortes Werbeflächen auf seiner Rakete verkaufen. Aber keiner traut ihm wirklich einen erfolgreichen Flug zu. Die NASA schickt Colonel Doug Masterson (Bruce Willis), einen Astronauten und ehemaligen Kollegen Farmers, der mit Erstaunen anerkennen muss, das Charles selbstgebaute Rakete flugfähig ist. Aber er warnt Farmer, dass die Behörden es nie zulassen werden, dass ein Amateur sie mit einer selbstgebauten Rakete blamiert, während Millionen von Dollar in das Raumfahrtprogramm der NASA fließen. In einer Anhörung vor der Raumfahrtbehörde plädoyiert Farmer vergeblich dafür, sich auf die ursprünglichen Tugenden wie Individualität und Selbstverwirklichung zu besinnen, die Amerika groß gemacht haben. Die Zeit läuft abEinzig seine Familie steht zu Charles, bis seine Frau herausfindet, dass sie finanziell vor dem Aus stehen und ihre Farm gepfändet werden soll. Wütend stellt sie ihn zur Rede, klagt ihn an, dass er für seinen Traum nicht nur bereit ist, sein Leben aufs Spiel zu setzen, sondern auch die Lebensgrundlage der Familie. Von allen Seiten unter Druck geraten, entschließt sich Farmer zu einer Verzweiflungstat. Er startet ganz alleine seine Rakete, ohne seinen Sohn, der das “Kontrollzentrum” leiten sollte und mit selbst zusammengestelltem Ersatz-Raketentreibstoff im Tank. Sein Start wird eine Katastrophe. Statt senkrecht abzuheben rast die Rakete wie ein Geschoß waagerecht über die Landschaft und Charles wird schwer verletzt aus den Trümmern geborgen. Charles hat mit seinem Traum auch seine Lebensfreude verloren. Der zweite VersuchSeine Frau entscheidet sich, mit der Erbschaft, die ihr kürzlich verstorbener Vater Hal (Bruce Dern) ihr hinterlassen hat, nicht die Farm zu retten, sondern den Bau einer neuen Rakete zu unterstützen. Ohne Medienrummel und Öffentlichkeit, aber mit der Unterstützung seiner Familie baut der genesene Farmer eine neue Rakete, “The Dreamer”. Die zwei übrig gebliebenen FBI Agenten werden von seinem Landarbeiter Pepe (Sal Lopez) ausgetrickst und Farmer startet ein zweites Mal zur Erdumrundung ins All. Diesmal funktioniert fast alles reibungslos und Charles Farmer landet unbeschadet auf dem heimatlichen Acker und in den Armen seiner Familie.

 

Länge: 104 min

Regie: Michael Polish

Darsteller:

  • Billy Bob Thornton als Charles Farmer
  • Virginia Madsen als Audrey "Audie" Farmer
  • Max Thieriot als Shepard Farmer
  • Jasper Polish als Stanley Farmer
  • Logan Polish als Sunshine Farmer
  • Bruce Willis als Colonel Doug Masterson
  • Bruce Dern als Hal
  • Mark Polish als FBI Agent Mathis

Genre: Drama

Liebe mich wenn du dich traust

Drama, Belgien/F 2004

  

 

Gefühl: * * * * *

Anspruch: * * * * *

Verständnis: * * * *

Melancholie: * * * * *

Spannung: * * * * *

Humor: *

Fiction: Keine

Reale Story: Nein

Happy End: Ja

Trigger:

Gesamtbewertung: * * * * *

 

Handlung:

Der Film spielt in einer belgischen Stadt, in der das kleine Mädchen Sophie von einigen Kindern als „Dreckspolackin“ beschimpft wird. Ein Busfahrer und ein kleiner Junge, Julien, sind die einzigen, die ihr dabei helfen, ihre von den anderen Kindern in eine Pfütze geworfenen Schulhefte aufzuheben.

Um sie aufzumuntern, schenkt Julien ihr eine Spieldose, die ihm selbst sehr wichtig ist, da er sie von seiner todkranken Mutter bekommen hat. Darum bittet er sie, ihm die Dose ab und an zu überlassen. Entgeistert, dass er das Geschenk sofort wiederhaben will, verlangt Sophie, dass er ihr beweist, wie wichtig ihm die Dose ist. Dazu löst Julien die Handbremse des Busses und dieser rollt ohne Fahrer, mitsamt den Kindern, die sie gehänselt haben, los. Es beginnt ein Spiel, in dem die Spieldose nach jeder erfüllten Aufgabe von einem zum anderen wandert.

Zwischen dem Sohn wohlhabender belgischer Eltern und der Tochter armer polnischer Einwanderer entwickelt sich eine innige Freundschaft. Als Kinder ziehen sie beispielsweise ein Hochzeitsbuffet auf den Boden, während sie als Jugendliche ihre jeweiligen Liebhaber in die Spielchen hineinziehen. Dabei interessieren sie die Konsequenzen ihrer autoritären Eltern und der restlichen Umgebung überhaupt nicht.

Die sich entwickelnde Liebe wollen sie sich aber nicht eingestehen, sie stürmen nur von einem Kick zum nächsten. Die Spiele werden unterdessen immer extremer und existentieller.

Der vorläufige Höhepunkt ist, dass Sophie Juliens Hochzeit platzen lässt, er daraufhin von seinem Vater verstoßen wird und sie bei einem weiteren Spiel fast zu Tode kommt.

Nach zehn Jahren Trennung kommt es zu einem fulminanten Ende, indem die beiden ihre komplette Umgebung (sie werden nur mit blankem Entsetzen angestarrt) einfach ignorieren. Ein simples Happy End, wie in den meisten Liebesgeschichten üblich, wird dadurch konterkariert, dass sich die beiden zwar glücklich und eng umschlungen küssend wiedergefunden haben, dabei jedoch in einer tiefen Baugrube stehen, die, während sie sich küssen, mit Beton zugegossen wird.

Länge: 93 min

Regie: Yann Samuell

Darsteller:

  • Guillaume Canet: Julien Jeanvier
  • Marion Cotillard: Sophie Kowalski
  • Gerard Watkins: Juliens Vater
  • Gilles Lellouche: Sergei Nimov Nimovitch
  • Thibault Verhaeghe: 8 Jahre alter Julien
  • Joséphine Lebas-Joly: 8 Jahre alte Sophie
  • Emmanuelle Grönvold: Juliens Mutter
  • Laetizia Venezia Tarnowska: Christelle
  • Élodie Navarre: Aurelie
  • Julia Faure: Sophies Schwester
  • Frederic Geerts: Igor

 


Genre: Drama

Turn me on

Drama, Norwegen 2011

  

 

 

Gefühl: * * *

Anspruch: * * *

Verständnis: * * * *

Melancholie: * * *

Spannung: * * *

Humor: * *

Fiction: Keine

Reale Story: Nein

Happy End: Ja

Trigger:

Gesamtbewertung: * * * *

 

Handlung:

Die 15-jährige Alma verbringt ihre Zeit im norwegischen Provinznest Skoddeheimen mit sexuellen Tagträumen. Ihr Verlangen lebt sie mit der Hilfe von Telefonsex-Hotlines aus. Alma schwärmt für ihren Mitschüler Artur, traut sich jedoch nicht ihn anzusprechen. Auf einer Party kommt es doch zur erhofften ersten sexuellen Annäherung zwischen den beiden, jedoch glauben Almas Freundinnen kein Wort. „Schwanz-Alma“ wird in der Folge das Top-Gesprächsthema in der Schule.

 

Länge: 75 min

Regie: Jannicke Systad Jacobsen

Darsteller:

  • Helene Bergsholm: Alma
  • Matias Myren: Artur
  • Henriette Steenstrup: Almas Mutter
  • Malin Bjørhovde: Sara
  • Beate Støfring: Ingrid
  • Lars Nordtveit Listau: Kjartan
  • Jon Bleiklie Devik: Sebjørn
  • Julia Bache-Wiig: Maria

Genre: Drama

Lilja 4-Ever

Drama, Schweden/Dänemark 2002

  

 

 

Gefühl: * * * * *

Anspruch: * * * * *

Verständnis: * * * * *

Melancholie: * * * * *

Spannung: * * * * *

Humor:

Fiction: Keine

Reale Story: Nein

Happy End: Ja

Trigger: Prostitution

Gesamtbewertung: * * * * *

 

Handlung:

Die sechzehnjährige Lilja lebt mit ihrer Mutter in einer heruntergekommenen Wohnsiedlung im postkommunistischen Russland und träumt von einem besseren Leben. Dieses scheint auch in greifbare Nähe zu rücken, als der neue Freund der Mutter, ein Exil-Russe, der in den USA lebt, beide mit nach Amerika nehmen will. Doch schon bald zerplatzt Liljas Traum, als die Mutter allein mit ihrem Freund aufbricht. Lilja bleibt nur das vage Versprechen, sie würde irgendwann nachgeholt werden.

 

Länge: 107 min

Regie: Lukas Moodysson

Darsteller:

  • Oxana Akinschina: Lilja
  • Artyom Bogucharsky: Wolodja
  • Lyubov Agapova: Liljas Mutter
  • Liliya Shinkaryova: Tante Anna
  • Elina Benenson: Natasha

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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